2000 Jahre alte Spielbretter aus der Han-Dynastie in China entdeckt

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Bei Ausgrabungen in der Provinz Shaanxi wurden in Gräbern der Han-Dynastie Spielbretter des antiken Brettspiels Liubo freigelegt.

2000 Jahre alte Spielbretter aus der Han-Dynastie in China entdeckt
Bildnachweis: Globaltimes

Chinesische Archäologinnen und Archäologen haben bei Ausgrabungen in der nordwestlich gelegenen Provinz Shaanxi in Gräbern aus der Zeit der Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.) rund 2000 Jahre alte Spielbretter entdeckt. Die im Rahmen der Arbeiten des Archäologischen Instituts von Shaanxi freigelegten Funde gelten als bedeutend, da sie neue Einblicke in das gesellschaftliche Leben, die Unterhaltungskultur und die Bestattungsriten der antiken chinesischen Gesellschaft eröffnen.

Das rätselhafte Spiel in den Gräbern: Liubo

Zu den wichtigsten Entdeckungen der Grabungskampagne zählen zwei antike Spielbretter, die in den Gräbern M4 und M17 freigelegt wurden [1]. Untersuchungen ergaben, dass diese Bretter zu Liubo gehören, einem in der Antike in China weit verbreiteten traditionellen Brettspiel. Die Spielbretter wurden durch eingravierte Linien und Vertiefungen auf ebenen Oberflächen gestaltet und stehen sinnbildlich für den Glauben der Menschen jener Zeit, dieses Spiel nicht nur im täglichen Leben, sondern auch im Jenseits weiterspielen zu können.

Reiches historisches Erbe

Die Provinz Shaanxi zählt zu den archäologisch bedeutendsten Regionen Chinas und war Schauplatz einiger der glanzvollsten Epochen der chinesischen Geschichte. Bereits zuvor wurden hier adlige Grabanlagen aus der Östlichen Zhou-Dynastie [2] sowie monumentale Anlagen wie das Mausoleum des Westlichen Han-Kaisers Wendi entdeckt [3]. Die jüngsten Funde verdeutlichen erneut, wie die Region über Jahrtausende ihre Rolle als politisches und kulturelles Zentrum Chinas bewahren konnte.

Neben den Spielbrettern legte das Forschungsteam in derselben Region auch ein gemeinsames Bestattungsareal aus der Zeit der Nördlichen Zhou-Dynastie (557-581) sowie weitere Grabstrukturen aus den Epochen der Sechzehn Königreiche (304-439) und der Tang-Dynastie (618-907) frei. Diese vielschichtigen Befunde liefern der Forschung außergewöhnliches Material, um kulturelle Kontinuitäten und gesellschaftlichen Wandel in der Region über einen langen Zeitraum hinweg nachzuvollziehen.

Quellen und weiterführende Literatur

Bild- & Nachrichtenquelle: Globaltimes / globaltimes.cn