2.000 Jahre alter Eisenhort in der Donau entdeckt

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In der österreichischen Donau wurden 500 Eisenbarren gefunden. Es handelt sich um die größte Sammlung antiken Eisens, die jemals in Europa entdeckt wurde.

2.000 Jahre alter Eisenhort in der Donau entdeckt
Bildnachweis: Live Science - Archaeology

In Österreich haben die Wasser der Donau ein gewaltiges militärisches Potenzial aus vergangenen Jahrtausenden freigegeben. Arbeiter, die in der Nähe des Dorfes Deinham Kiesbaggerarbeiten durchführten, stießen auf einen Fund, den Archäologen als „rostigen Schatz“ bezeichnen. Es handelt sich um die größte Ansammlung antiken Eisens, die bisher an einem einzigen Ort in Europa dokumentiert wurde.

Die Sammlung, die vom Archäologen Peter Trebsche von der Universität Innsbruck und seinem Team untersucht wird, besteht aus insgesamt 500 Eisenbarren. Diese Ladung, die vor etwa 2.000 Jahren auf den Grund des Flusses sank, enthielt genug Metall, um eine ganze Armee auszurüsten [1]. Mit einem Durchschnittsgewicht von jeweils 2 Kilogramm werden diese Barren als Halbfabrikate klassifiziert, die von Schmieden für die Weiterverarbeitung zu Schwertern oder anderen Werkzeugen vorbereitet wurden.

Die Archäologen betonen, dass der Transport einer solch massiven Menge Eisen in einem einzigen Handelsvorgang erstaunlich ist. Da Eisenbarren in ähnlicher Form auch im bayerischen Raum gefunden wurden, deutet dies darauf hin, dass diese wertvolle Fracht über weite Strecken auf dem Wasserweg transportiert wurde [2]. Die Donau diente im Laufe der Geschichte nicht nur dem Handel, sondern auch als strategische Verkehrsader; sinkende Wasserstände haben immer wieder Schiffswracks aus verschiedenen Epochen ans Licht gebracht [3].

Da die ursprüngliche Fundlage im Flussbett durch Baumaschinen gestört wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wie das Eisen dorthin gelangte. Experten weisen auf die im Altertum übliche Praxis des Warentransports auf Wasserwegen hin und halten einen Schiffbruch für wahrscheinlich. Dennoch wird die Möglichkeit einer rituellen Opfergabe, bei der wertvolle Gegenstände im Fluss versenkt wurden, nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Forscher versuchen nun, durch die Analyse von Spurenelementen im Eisen den genauen Herkunftsort dieses gewaltigen Schatzes zu bestimmen.

Quellen und weiterführende Literatur

Bild- & Nachrichtenquelle: Live Science - Archaeology / livescience.com