2400 Jahre altes Eisenschwert im Grab eines keltischen Kindes entdeckt

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Bei Ausgrabungen in Frankreich wurde in einem Kindergrab aus der Zeit des antiken Gallien ein rund 2400 Jahre altes Eisenschwert entdeckt. Der Fund beleuchtet die soziale Ordnung der Epoche.

2400 Jahre altes Eisenschwert im Grab eines keltischen Kindes entdeckt
Bildnachweis: Heritagedaily

Bei archäologischen Ausgrabungen in Frankreich ist in einem Kindergrab aus der Zeit des antiken Gallien ein rund 2400 Jahre altes Eisenschwert freigelegt worden. Die auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datierte außergewöhnliche Beigabe liefert der Forschung einzigartige Einblicke in die Bestattungsrituale für Kinder und in die Vorstellungen von sozialem Status innerhalb der gallischen Gesellschaft. Dass eine Waffe, die üblicherweise mit erwachsenen Kriegern in Verbindung gebracht wird, in einem Kindergrab niedergelegt wurde, deutet auf den hohen Status oder die gesellschaftliche Rolle der Familie des verstorbenen Kindes hin.

Archäologinnen und Archäologen weisen darauf hin, dass Waffen in gallischen Gräbern in der Regel gemeinsam mit erwachsenen Männern beigesetzt wurden. Der neue Fund legt jedoch nahe, dass Kinder bereits in sehr jungem Alter als Teil der Kriegerelite betrachtet wurden oder dass sie mit derartigen Prestigegütern beigesetzt wurden, um die Macht und Stellung ihrer Familie zu symbolisieren. Die Dimensionen und die Ausführung des Schwertes lassen vermuten, dass es eigens in Anpassung an das Alter des im Grab bestatteten Kindes gefertigt worden sein könnte.

Vergleichbare Untersuchungen in ganz Europa zeigen, dass Beigaben in Kinderbestattungen der Vorgeschichte und Antike oftmals eine tiefgreifende symbolische Bedeutung besaßen. So belegen etwa Schmuckstücke aus Flügeldecken von Käfern, die in einem Kindergrab der Hallstattzeit in Polen entdeckt wurden [5], die große Sorgfalt, mit der prähistorische Gemeinschaften dem Tod von Kindern und den dazugehörigen Bestattungsritualen begegneten. Ebenso machen ungestörte etruskische Gräber in der Nekropole von San Giuliano in Italien den Reichtum der funerären Praktiken in der antiken Mittelmeerwelt anschaulich [4].

Das im Grab des gallischen Kindes entdeckte Schwert ist damit nicht nur eine Waffe, sondern zugleich ein greifbares Zeugnis für Familienbindungen, Erbvorstellungen und gesellschaftliche Hierarchien im Europa der Eisenzeit. Fachleute gehen davon aus, dass metallurgische Analysen des Fundstücks weitere Details zur Herstellungstechnik und zur Herkunft des Schwertes liefern werden. Ergänzende Quellen und weiterführende Literatur zur Einbettung dieses Befundes finden sich unter [1] [2] [3].

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Görsel & Haber Kaynak: Heritagedaily / heritagedaily.com