Albanien: Sechs 1600 Jahre alte römische Mosaike in Qesarat entdeckt

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Bei Ausgrabungen im südalbanischen Qesarat wurden prächtige Mosaikböden aus dem 4. Jahrhundert mit geometrischen Mustern und seltenen menschlichen Figuren freigelegt.

Albanien: Sechs 1600 Jahre alte römische Mosaike in Qesarat entdeckt
Bildnachweis: Arkeonews

Archäologische Untersuchungen im Dorf Qesarat bei Tepelena im Süden Albaniens haben erneut die Pracht der römischen Welt auf dem Balkan verdeutlicht. Bei einer gemeinsamen Grabungskampagne albanischer und italienischer Archäologen wurden sechs außergewöhnlich gut erhaltene Mosaikböden entdeckt, die auf ein Alter von etwa 1600 Jahren datiert werden. [1]

Dieser antike Komplex liegt auf einem Hügel über den Windungen des Flusses Vjosa und verfügt über reiche Dekorationen, die die soziale Hierarchie der Region in der Spätantike widerspiegeln. Die Archäologen geben an, dass diese Mosaike aus dem 4. Jahrhundert nicht nur aus geometrischen Mustern bestehen, sondern auch seltene menschliche Darstellungen enthalten. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Bodenbeläge zu einer luxuriösen römischen Villa oder einem öffentlichen Gebäude gehörten könnten. [3]

Am Grabungsort ziehen nicht nur die Böden, sondern auch Überreste von Fresken an den Wänden die Aufmerksamkeit auf sich. Die bemalten Wanddekorationen belegen in Kombination mit den Mosaiken die sorgfältige Gestaltung der Innenräume des Bauwerks. Experten betonen, dass diese Funde unschätzbare Informationen über die Bautraditionen und künstlerischen Vorlieben der Region liefern. [4]

Die Siedlungsstruktur in diesem Gebiet beschränkt sich nicht nur auf die römische Zeit. Umfangreiche Oberflächensurveys zeigen, dass Qesarat und seine Umgebung bereits seit dem Spätneolithikum und der Bronzezeit Schauplatz menschlicher Aktivitäten waren. Mehr als 20 archäologische Stätten, die auf einer Fläche von etwa 70 Hektar identifiziert wurden, bestätigen, dass das Vjosa-Tal über Jahrtausende hinweg als strategischer Lebensraum genutzt wurde.

Diese Entdeckung ist von entscheidender Bedeutung für das Verständnis des Lebensstils der lokalen Aristokratie in den Provinzen des Römischen Reiches. Ähnlich wie die in den Ören-Ausgrabungen in der türkischen Provinz Balıkesir gefundenen römischen Mosaike, die Namen von Haustieren enthalten, erinnern auch diese neuen Funde daran, wie hochentwickelt der Alltag und das ästhetische Empfinden in der antiken Welt waren. [2]

Quellen und weiterführende Literatur

Bild- & Nachrichtenquelle: Arkeonews / arkeonews.net