Archäologische Sensation in England: 12.000 Jahre Geschichte bei Ausbau der A66 freigelegt

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Bei Straßenbauarbeiten in Cumbria wurden bedeutende Funde von der Steinzeit bis zur Römerzeit entdeckt, darunter seltene Schuhe und prähistorische Werkzeuge.

Archäologische Sensation in England: 12.000 Jahre Geschichte bei Ausbau der A66 freigelegt
Bildnachweis: Bbc

Ein umfangreiches Projekt zum Ausbau der Fernstraße A66 in der englischen Grafschaft Cumbria hat die verborgene, jahrtausendealte Geschichte der Region ans Licht gebracht. Bei den Ausgrabungen entlang eines 33 Kilometer langen Abschnitts zwischen Penrith und Scotch Corner wurden zahlreiche Artefakte wie seltene römische Schuhe, dekorativer Schmuck, prähistorische Steinwerkzeuge und eine römische Statuette entdeckt.

Die vom Team der Oxford Cotswold Archaeology durchgeführten Untersuchungen belegen, dass das Leben im Eden Valley nicht erst mit der römischen Besatzung begann, sondern die Besiedlung etwa 12.000 Jahre zurückreicht [1]. Archäologen stellten fest, dass die Route der heutigen A66 bereits lange vor ihrer offiziellen Befestigung durch die Römer vor rund 2.000 Jahren als aktiver Verkehrsweg genutzt wurde. Während der Grabungen stieß man zudem auf Siedlungsspuren, die in das Spätneolithikum oder die mittlere Bronzezeit (ca. 1600-1200 v. Chr.) datiert werden [2].

Zu den bemerkenswertesten Entdeckungen in der Region gehört ein Areal nahe dem römischen Kastell Brocavum, das als einer der größten römischen Friedhöfe Britanniens eingestuft wird [5]. Obwohl die Existenz dieses Gräberfeldes seit den 1960er Jahren bekannt war, konnte es erst im Zuge des Straßenbauprojekts erstmals umfassend und detailliert untersucht werden. Forscher legten zudem im Bereich Wildboar Hill einen etwa 600 Meter langen Abschnitt der originalen Römerstraße frei und dokumentierten damit die Bedeutung des antiken Verkehrsnetzes [6].

Alan Ford, der Heritage Lead des Projekts, erklärte, dass die gewonnenen Erkenntnisse das bisherige Wissen über die menschliche Besiedlung im Eden Valley grundlegend verändern und die Erwartungen weit übertroffen haben. Hunderte der bei den Grabungen gefundenen Objekte werden der Öffentlichkeit in kostenlosen Ausstellungen in Zentren wie Warcop, Appleby, Kirkby Thore, Penrith und Carlisle zugänglich gemacht. Diese Ausstellungen bieten den Besuchern konkrete Einblicke in die Kleidung, die Werkzeuge und die Glaubenssysteme der Menschen in der Antike. Weitere Quellen und vertiefende Informationen zu diesem Kontext finden Sie unter [3].

Quellen und weiterführende Literatur

Bild- & Nachrichtenquelle: Bbc / bbc.com