Der Schatz von Lima: Verlorenes Gold im Wert von Milliarden aus Peru

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Die geheimnisvolle Geschichte des Lima-Schatzes, der während der Kolonialzeit aus Peru verschwand und vermutlich auf der Cocos-Insel vergraben wurde.

Der Schatz von Lima: Verlorenes Gold im Wert von Milliarden aus Peru
Bildnachweis: Nationalgeographic

Der legendäre 'Schatz von Lima', der während des Unabhängigkeitskrieges im Jahr 1820 aus der damaligen Kolonialverwaltung in der peruanischen Hauptstadt Lima vor den aufständischen Truppen in Sicherheit gebracht werden sollte und dessen Wert heute auf Milliarden von Dollar geschätzt wird, bildet eine der größten verlorenen Schatzgeschichten der Kolonialgeschichte [1]. Diese immense Sammlung von Gold, Silber und Juwelen, die auf der Isla del Coco vor der Küste Costa Ricas vergraben sein soll, wirft ein Licht auf die Ausbeutungsordnung der Kolonialzeit ebenso wie auf das chaotische Umfeld des südamerikanischen Unabhängigkeitskampfes.

Reichtum von Atahualpa bis in die Kolonialkassen

Der Goldrausch der Spanier in Südamerika begann in den 1530er Jahren mit der Gefangennahme des Inka-Kaisers Atahualpa [2]. Um sein Leben zu retten, versprach Atahualpa dem spanischen Kommandanten Francisco Pizarro, den Raum, in dem er gefangen gehalten wurde, mit Gold und Silber zu füllen. Trotz der Zahlung dieses immensen Lösegeldes konnte er jedoch der Hinrichtung nicht entgehen [1]. Nach diesem tragischen Beginn sammelten sich über Jahrhunderte hinweg Tonnen von Edelmetallen, die den einheimischen Völkern geraubt wurden, in den Kassen des spanischen Peru. Doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts reichte die aufkommende Unabhängigkeitswelle in Südamerika aus, um die Kolonialgouverneure in Panik zu versetzen [4].

Ein unzuverlässiger Kapitän und eine blutige Meuterei

Als die revolutionären Kräfte Lima im Jahr 1820 belagerten, einigte sich der spanische Gouverneur mit dem Kapitän des britischen Handelsschiffs 'Mary Dear', William Thompson, um die Kirchenschätze der Stadt, eine goldene Marienstatue und Hunderte von Kisten voller Juwelen zu schützen [6]. Der Plan war, die Schätze vorübergehend nach Mexiko zu bringen. Doch kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen erlagen Thompson und seine Besatzung der Verlockung des großen Reichtums, töteten die spanischen Wachen und wandten sich der Piraterie zu. Das Schiff nahm Kurs auf die Isla del Coco, die heute als Inspiration für den Film Jurassic Park bekannt ist, und der Schatz wurde in die rote Erde dort vergraben.

Ein von der Natur gehütetes Geheimnis

Obwohl die Piraten später von der spanischen Marine gefasst wurden, gelang Thompson und seinem Stellvertreter die Flucht. Beide starben jedoch, bevor sie den Schatz zurückholen konnten. Heute schätzen einige Forscher den Wert des verlorenen Schatzes auf bis zu 3 Milliarden Dollar [3]. Die Erklärung der costaricanischen Regierung zum Naturschutzgebiet für die Isla del Coco und die dortigen Erdrutsche scheinen dazu geführt zu haben, dass dieses historische Geheimnis für immer unter der Erde verborgen bleibt [5].

Quellen und weiterführende Lektüre