In Italien freigelegte Reste könnten Vitruvs verschollene Basilika sein

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In der adriatischen Stadt Fano wurden bei Ausgrabungen monumentale Überreste entdeckt, die mit der von Vitruv beschriebenen Basilika übereinstimmen könnten.

In Italien freigelegte Reste könnten Vitruvs verschollene Basilika sein
Bildnachweis: Archdaily

In der adriatischen Küstenstadt Fano in Italien sind bei archäologischen Ausgrabungen monumentale Baureste freigelegt worden, die möglicherweise zu der seit Jahrhunderten gesuchten Basilika gehören, die der römische Architekt und Architekturtheoretiker Vitruv persönlich entworfen und errichten lassen haben soll. Diese Basilika gilt als das einzige Bauwerk, von dem gesichert ist, dass es von Vitruv ausgeführt wurde, der durch sein zehnbändiges Werk über antike Architektur bekannt ist. Ein möglicher Nachweis ihres Standortes wird daher als Meilenstein für die Erforschung der römischen Architekturgeschichte eingestuft.

Im Rahmen der Grabungen im historischen Zentrum von Fano kamen gewaltige Basen aus Marmor für Säulen, massive Mauerzüge und Fußbodenbeläge zum Vorschein, die in ihren Maßen und in ihrer architektonischen Ordnung in weiten Teilen mit den Beschreibungen in den Texten des antiken Autors übereinstimmen [2]. Archäologinnen und Archäologen analysieren derzeit die Lage der Befunde in Bezug auf das römische Forum, um die Identifizierung des Bauwerks weiter zu präzisieren.

Vitruv hatte in seinem Werk „De Architectura“, dem einzigen vollständig überlieferten Handbuch der antiken Architektur, den in Fano errichteten Basilikabau mit seinem Grundriss, den Säulenabständen und den ästhetischen Proportionen detailliert beschrieben. Die nun gewonnenen archäologischen Daten eröffnen der Forschung eine einzigartige Möglichkeit zu verstehen, wie das theoretische Architekturwissen der Antike in der gebauten Realität umgesetzt wurde. Weitere Quellen und vertiefende Lektüre, die diesen Zusammenhang untermauern, finden sich unter [1].

Quellen und weiterführende Literatur

Bild & Nachrichtenquelle: Archdaily / archdaily.com