In der südlichen mexikanischen Provinz Quintana Roo wurde bei den Bauarbeiten für das Maya-Train-Projekt eine große antike Maya-Siedlung namens 'El Jefeciño' aus der Spätklassik (ca. 250–900 n. Chr.) entdeckt. Diese Siedlung, die von Forschern des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (INAH) kartiert wurde, gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der Region in den letzten Jahren, da sie über 80 archäologische Bauten beherbergt. Die Funde liefern neue, bisher unbekannte Erkenntnisse über die architektonische Entwicklung, die soziale Hierarchie und die Urbanisierungsmodelle der antiken Maya-Zivilisation.
El Jefeciño erstreckt sich über etwa 250 Hektar und offenbart eine komplexe städtische Struktur, die einst ein Zentrum lebhafter sozialer Aktivitäten war. Im Zentrum der Stadt befindet sich ein großes, 'C'-förmig gestaltetes Platzareal, umgeben von fünf Hauptbauten. Forscher deuten diese besondere Anordnung als Hinweis auf eine entwickelte administrative und religiöse Hierarchie. Die Anwesenheit von Gewölberäumen, abgerundeten Ecken und periodengerechten Dachvorsprüngen weist auf eine Errichtung im Höhepunkt der Maya-Architektur hin.
Technologische Erkundung im Urwald
Dieser bedeutende Fund unterstreicht erneut die präventive Rolle moderner Infrastrukturprojekte für den Schutz des archäologischen Erbes. INAH-Experten setzten sowohl traditionelle Ausgrabungsmethoden als auch die LIDAR-Technologie – eine laserbasierte Luftbild-Tomographie – entlang der Eisenbahntrasse ein. Aufgrund der dichten Vegetation waren diese Strukturen mit bloßem Auge nicht sichtbar, konnten jedoch durch die technologische Erfassung identifiziert und geschützt werden [1].
Landesbasierte Integrität und regionale Netzwerke
Im Vergleich zu anderen Maya-Entdeckungen zeichnet sich El Jefeciño durch seine bemerkenswerte architektonische Integrität auf der Erdoberfläche aus. Im Gegensatz zu unter Wasser liegenden Stätten wie der antiken Stadt Samabaj am Grund des Atitlán-Sees in Guatemala, die durch Taucharchäologie erforscht werden, hebt sich El Jefeciño durch seine umfangreiche Landausdehnung und die gut erhaltene Bausubstanz hervor [2]. Experten gehen davon aus, dass die derzeit untersuchten Artefakte neue Erkenntnisse über Handelsnetzwerke und Wanderwege zwischen antiken Maya-Städten liefern werden. El Jefeciño, das zukünftig für den Tourismus erschlossen werden soll, gilt als potenzieller neuer Anziehungspunkt für die Maya-Kultur, neben bekannten Zentren wie Chichén Itzá. Weitere Informationen und Quellen finden sich unter [3].
Quellen und weiterführende Informationen
- [1] MAYA WORLD: To track ancient connections, archaeologists often ...
- [2] Maya City Sunk in Lake Atitlán Explored By Underwater ...
- [3] Archaeology in Acadie | Halifax NS - Facebook
Bild- und Nachrichtenquelle: En / en.clickpetroleoegas.com.br