In Peru entdeckte 500 Jahre alte gefroren-trockene Kartoffeln aus der Inka-Zeit

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In einer Inka-Siedlung an der trockenen Küste Südperus wurden zwei 500 Jahre alte gefroren-trockene Kartoffeln gefunden. Ein seltenes archäologisches Zeugnis für die Lebensmittellogistik im Inka-Reich.

In Peru entdeckte 500 Jahre alte gefroren-trockene Kartoffeln aus der Inka-Zeit
Bildnachweis: Phys.org - Archaeology & Fossils

Archäologische Tiefenanalyse

Archäologen, die an einer Inka-Siedlung an der trockenen Pazifikküste Südperus arbeiten, haben zwei etwa 500 Jahre alte gefroren-trockene Kartoffeln entdeckt. Laut den im Bericht übermittelten Informationen gehören diese Exemplare zu einer äußerst seltenen Gruppe von Kartoffelbefunden, die unter ähnlichen Bedingungen seit über einem Jahrhundert nur vereinzelt aufgefunden wurden.1 Es wird angenommen, dass die Kartoffeln aus den hochgelegenen, natürlichen Frostbedingungen der Andenregion in die Küstengebiete des Reiches transportiert wurden. Durch die in den Anden entwickelte Technik der Gefrier-Trocknung konnten die Kartoffelprodukte aufgrund ihrer Leichtigkeit und Haltbarkeit über weite Strecken zwischen verschiedenen ökologischen Zonen innerhalb des Imperiums transportiert werden.23 In den andinen Gesellschaften spielen Verarbeitungsmethoden wie heute noch bekannte Chuño und ähnliche Produkte eine zentrale Rolle. Dabei werden die Kartoffeln über Nacht gefrieren lassen und tagsüber intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Anschließend wird das darin enthaltene Wasser durch Auspressen oder Pressen entfernt, ein Vorgang, der mehrere Tage lang wiederholt wird.45 Das resultierende trockene Produkt kann jahrelang ohne Verderb aufbewahrt werden und bei Bedarf durch Wiederaufnahme von Wasser wieder verzehrt werden.63 In der peruanischen Küste waren bereits Reste von Kartoffeln und Süßkartoffeln dokumentiert. Die Tatsache, dass diese beiden gefroren-trockenen Exemplare in vollständigem Zustand erhalten sind, stellt jedoch eine äußerst seltene Entdeckung dar. Die Forscher weisen darauf hin, dass die Funde neue Hinweise auf die innerimperiale Nahrungsmittelversorgung und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen hochgelegenen Bergregionen und Küstensiedlungen liefern.

Kritische Funde

  • Zwei etwa 500 Jahre alte gefroren-trockene Kartoffeln wurden in einer Inka-Siedlung an der trockenen Küste Südperus entdeckt.
  • Laut den im Bericht übermittelten Informationen gelten diese Kartoffeln als äußerst selten, da vergleichbare archäologische Funde unter ähnlichen Bedingungen seit über einem Jahrhundert nur vereinzelt nachgewiesen wurden.
  • Es wird angenommen, dass die Kartoffeln aus den hochgelegenen, frostbedingten Regionen der Anden in die Küstengebiete des Inka-Reiches transportiert wurden.
  • Der Fund liefert direkte archäologische Evidenz für die Technik der Gefrier-Trocknung und die Rolle der Kartoffel im innerimperialen Verteilungssystem während der Inka-Zeit.

Geschichtlicher Kontext und Verbindungen zur Vergangenheit

Die andinen Gesellschaften, insbesondere im Zeitalter der Inka, entwickelten in den strengen Klimabedingungen der Hochgebirgsregionen Techniken der Gefrier-Trocknung, um die Lebensmittelkonservierung zu optimieren. Die Kartoffeln wurden über Nacht gefrieren lassen und tagsüber der intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt, anschließend wurde das Wasser durch Auspressen entfernt, ein Vorgang, der mehrere Tage lang wiederholt wurde.45 Die so gewonnenen Produkte wie Chuño und ähnliche Erzeugnisse waren leicht, robust und konnten jahrelang ohne Verderb aufbewahrt werden.67 Diese getrockneten Kartoffelprodukte wurden im Inka-Reich in großen Lagerstätten gesammelt und im Falle von Dürre, Krieg oder Naturkatastrophen verteilt. Neben ihrer Funktion als Grundnahrungsmittel spielten Kartoffeln auch eine wichtige Rolle in der Steuerpflicht und der staatlichen Logistik. Die neue Entdeckung an der peruanischen Küste stellt eine seltene materielle Ergänzung zu dem bereits historisch bekannten System dar.

Archäologische Notiz

Die beiden gefroren-trockenen Kartoffeln, die an einer Inka-Siedlung an der peruanischen Küste gefunden wurden, verändern die aktuelle wissenschaftliche Darstellung der zentralen Rolle der Kartoffel in der andinen Welt nicht grundlegend. Sie liefern jedoch einen gut erhaltenen, konkreten Beleg für die im Schrifttum und in ethnografischen Quellen seit langem beschriebene Verbreitung von Produkten wie Chuño zwischen verschiedenen Regionen des Imperiums.42 In den aktuellen Berichten wird nicht detailliert erläutert, in welchem architektonischen oder nutzungsbezogenen Kontext die Kartoffeln aufgefunden wurden. Daher besteht weiterhin Bedarf an neuen Ausgrabungsdaten und Laboranalysen, um eindeutig zu klären, ob die Funde mit dem täglichen Verbrauch, lokalen Lagerungen oder einem größeren Verteilungsnetzwerk verbunden waren. Dennoch stellt dieser Fund eine seltene archäologische Evidenz dafür dar, dass in den Hochgebirgsregionen produzierte, gefroren-trockene Lebensmittel tatsächlich bis in die Küstensiedlungen des Reiches gelangten.

Quellen und weiterführende Lektüre

  • [1] 500-Year-Old Freeze-Dried Potatoes Found in Ancient Incan Site. medium.com. Zum Originaltext
  • [2] The innovative technology that powered the Inca. bbc.com. Zum Originaltext
  • [3] Cool Inventions: How The Incas Gave Us Freeze-drying. mayorgacoffee.com. Zum Originaltext
  • [4] [PDF] Machu Picchu: Unveiling the Mystery of the Incas. peabody.yale.edu. Zum Originaltext
  • [5] Chuño - Wikipedia. en.wikipedia.org. Zum Originaltext
  • [6] The Potato in Indigenous Peruvian Cuisine. storymaps.arcgis.com. Zum Originaltext
  • [7] History of the potato - Wikipedia. en.wikipedia.org. Zum Originaltext