In Schottland wurde eine mittelalterliche Goldzahnbrücke aus 20-Karat-Gold entdeckt

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Bei Ausgrabungen in Aberdeen wurde in einem mittelalterlichen Grabfund die erste bekannte Goldzahnbrücke Schottlands gefunden. Die Analyse zeigt, dass sie aus 20-Karat-Gold bestand und auf das 15. bis 17. Jahrhundert datiert wird.

In Schottland wurde eine mittelalterliche Goldzahnbrücke aus 20-Karat-Gold entdeckt
Bildnachweis: Phys.org - Archaeology & Fossils

Archäologische Tiefenanalyse

In einer mittelalterlichen Grabstätte in Aberdeen, Schottland, wurde bei Untersuchungen eine Zahnbrücke aus 20-Karat-Gold entdeckt, die in einem männlichen Kiefer befestigt war. Laut einer in der British Dental Journal veröffentlichten Studie handelt es sich um die älteste bisher in Schottland nachgewiesene restorative Zahnbehandlung [1]. Die Golddrahtkonstruktion wurde möglicherweise verwendet, um einen fehlenden Zahn zu ersetzen oder wackelige Zähne zu stabilisieren. Die Fundstelle liegt im Bereich des östlichen Teils der Kirche St. Nicholas in Aberdeen [2]. Analysen ergaben, dass der Draht zu 82,4 % Gold, zu 9,8 % Silber und zu 2,5 % Kupfer besteht; dieser Anteil entspricht heute der Bezeichnung 20-Karat-Gold [1]. Der Individuum wird auf das Zeitraum zwischen 1460 und 1670 datiert, was auf einen relativ wohlhabenden Status innerhalb der Gesellschaft hindeutet [3].

Kritische Funde

  • Bei Ausgrabungen in einer mittelalterlichen Grabstätte in Aberdeen wurde eine Zahnbrücke aus 20-Karat-Gold im Kiefer eines Individuums gefunden.
  • Laut einer in der British Dental Journal veröffentlichten Studie stellt die Brücke das älteste Beispiel restorativer Zahnbehandlung in Schottland dar.
  • Die Zusammensetzung des Golddrahtes beträgt 82,4 % Gold, 9,8 % Silber und 2,5 % Kupfer; der Individuum wird auf das Zeitraum zwischen 1460 und 1670 datiert.

Historischer Kontext und Verbindungen zur Vergangenheit

Im Mittelalter war die Zahnhygiene in der Regel schlecht, und archäologische Befunde belegen, dass Karies und Zahnverlust weit verbreitet waren. In dieser Epoche wurden in einigen medizinischen Texten die Verwendung von Gold- oder Silberdrähten zur Stabilisierung von Zähnen oder zur Ersatzbehandlung empfohlen, doch konkrete Belege für solche Praktiken sind selten [4]. Das erste Buch über Zahnheilkunde, das 1530 in Deutschland veröffentlicht wurde, markiert den Übergang zu einer systematischeren Wissensbasis in diesem Bereich [4].

Ähnliche Funde:

  • Goldzahnbrücken aus Portugal und Frankreich: Vor dem schottischen Beispiel waren nur wenige Beispiele für Goldzahnbrücken aus der Zeit vor dem 17. Jahrhundert aus Portugal und Frankreich bekannt [4].

Archäologenkommentar

Dieser Fund zeigt, dass bereits vor der Institutionalisierung der modernen Zahnheilkunde im 19. Jahrhundert Individuen komplexe restorative Maßnahmen zur Verbesserung von Aussehen und Funktion unternommen haben. Die Verwendung von kostbaren Materialien wie Gold deutet jedoch darauf hin, dass solche Behandlungen nur einer privilegierten Schicht der Gesellschaft zugänglich waren [1]. Unklar bleibt, wer diese Behandlung durchgeführt hat und wie verbreitet sie im medizinischen Verständnis der Zeit war; diese Fragen sind Gegenstand zukünftiger Forschungen [3].

Quellen und weiterführende Lektüre

  • [1] Archaeologists Unearth 'Advanced' Gold Dental Bridge in Medieval .... gizmodo.com. Zum Originaltext
  • [2] 500-Year-Old Gold Dental Implant Unearthed In Scotland Reveals .... indiandefencereview.com. Zum Originaltext
  • [3] Restorative dentistry in Early Modern Scotland - Nature. nature.com. Zum Originaltext
  • [4] Oldest example of restorative dentistry in Scotland found in parish church bone – The History Blog. thehistoryblog.com. Zum Originaltext