Monumentale Männerstatue aus 2.500 Jahren in Sardes entdeckt

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In der antiken Stadt Sardes in der Türkei wurde eine monumentale 2.500 Jahre alte Männerstatue entdeckt, die dank ihrer Verwendung als Straßenpflasterstein im Römischen Reich erhalten blieb.

Monumentale Männerstatue aus 2.500 Jahren in Sardes entdeckt
Bildnachweis: TRT

In der antiken Stadt Sardes in der türkischen Provinz Manisa wurde bei archäologischen Ausgrabungen eine monumentale Marmorstatue eines Mannes entdeckt, die etwa 2.500 Jahre alt und 2,2 Meter hoch ist. Dieser außergewöhnliche Fund aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. hat in der Archäologie große Begeisterung ausgelöst, da er die Kleidungsmerkmale der lydischen Kultur widerspiegelt und eine Synthese aus klassischer ägäischer Kunst und lokalen Traditionen darstellt.

Die Entdeckung, die vom türkischen Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy bekannt gegeben wurde, konnte dank einer ungewöhnlichen Praxis aus der Antike bis heute erhalten bleiben. Die Statue wurde in römischer Zeit als Teil des Bürgersteigs an einer Säulenstraße am Stadteingang wiederverwendet. Ihre liegende Position, mit dem Gesicht nach unten, sorgte dafür, dass die feinen Gesichtszüge, Haarpartien und Gewandfalten der Statue über zwei Jahrtausende hinweg nahezu unbeschädigt blieben. Die Statue, deren Füße fehlen und die in zwei großen Fragmenten gefunden wurde, gilt als eines der seltenen monumentalen Beispiele ihrer Zeit.

Lydische Mode und eine rätselhafte Opfergabe

Die Kleidung der Statue, die einen jungen Mann darstellt, weist einzigartige lokale Details auf, die bei ähnlichen Beispielen aus Anatolien und Griechenland nicht zu finden sind. Die Statue ist mit einem dicken Himation (einem antiken griechischen Mantel), einem feinen Chiton (Tunika) und darunter einem waagerecht gestreiften Kleidungsstück dargestellt. Dieser geschichtete Kleidungsstil beweist die direkte Verbindung des Werkes zur lydischen Kultur. In der rechten Hand hält die Statue eine Frucht, die als Quitte identifiziert werden könnte und vermutlich als Opfergabe an eine Gottheit dargebracht wurde.

Künstlerischer Reichtum des perserzeitlichen Sardes

Die Entstehungszeit der Statue fällt in die Jahre, als Sardes die Hauptstadt der westlichen Satrapie des Achämenidenreichs war. Das Werk verbindet erfolgreich die im ägäischen Raum entwickelte klassische Kunstempfindlichkeit mit der visuellen Sprache Lydiens. Da bekannt ist, dass solche Marmorstatuen in der Antike bemalt wurden, streben die Experten danach, durch die Reinigung der Sedimentschicht auf der Statue mögliche Farbpigmente freizulegen. Nach diesem sensiblen Prozess, an dem auch Spezialisten für antike Skulpturenbemalung beteiligt sein werden, wird das Werk im Archäologischen Museum von Manisa ausgestellt.

Archäologische Arbeiten in der gesamten Türkei legen weiterhin einzigartige Skulpturen und Glaubenstraditionen aus verschiedenen Epochen Anatoliens frei. So gilt beispielsweise die 12.000 Jahre alte, in eine Wand eingelassene Menschenstatue aus Göbeklitepe als eines der frühesten monumentalen Kunstwerke der Menschheitsgeschichte [3]. Andererseits zeigen Funde wie die etwa 2.500 Jahre alte Spielbrettscheibe mit phrygischer Schrift aus der antiken Stadt Daskyleion, wie reichhaltig die kulturellen Interaktionen und das tägliche Leben in Anatolien waren [6]. Die neu entdeckte monumentale Statue aus Sardes reiht sich als eines der erlesensten Stücke dieses reichen kulturellen Mosaiks in die Geschichte ein. Zusätzliche Quellen und weiterführende Lektüre zur Stärkung dieses Kontexts finden Sie unter [1] [2].

Quellen und weiterführende Lektüre

Bild & Nachrichtenquelle: Hispanatolia / hispanatolia.com

Quelle

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