Nach 15 Jahren in Frankreich: Syriens antike Schätze kehren heim

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23 antike Artefakte, darunter eine Statue des Königs von Mari und Reliefs aus Palmyra, sind nach ihrer Rückgabe aus Frankreich in der Zitadelle von Damaskus zu sehen.

Nach 15 Jahren in Frankreich: Syriens antike Schätze kehren heim
Bildnachweis: Middle-east-online

Nach rund 15 Jahren in Frankreich sind 23 einzigartige antike Artefakte nach Syrien zurückgekehrt und werden nun in der historischen Zitadelle von Damaskus ausgestellt [1]. Die Sammlung, die ein breites geografisches Spektrum vom Königreich Mari bis zur antiken Stadt Palmyra abdeckt, ist von großer Bedeutung, da sie der syrischen Bevölkerung nach Jahren des Krieges und der Plünderungen die Möglichkeit bietet, sich wieder mit dem eigenen kulturellen Erbe zu verbinden.

Die Objekte waren im Jahr 2010 für eine Ausstellung im Institut du monde arabe in Paris ausgeliehen worden, konnten jedoch aufgrund der ausbrechenden Unruhen im Land nicht zurückgebracht werden. Nach rechtlicher und technischer Abstimmung zwischen syrischen und französischen Behörden wurden die Stücke nach Damaskus überführt. Obwohl sie ursprünglich für das Nationalmuseum vorgesehen waren, wurden sie im Thronsaal der Zitadelle von Damaskus ausgestellt, um sie der Öffentlichkeit leichter zugänglich zu machen.

Der König von Mari und die stummen Zeugen Palmyras

Zu den ausgestellten Prunkstücken gehören eine Kalksteinstatue des Königs Iku-Schamagan von Mari, Grabbüsten aus Palmyra sowie reliefierte Inschriften aus verschiedenen Epochen. Die Sammlung, die von der Prähistorie bis zur osmanischen Zeit reicht, verdeutlicht die multikulturelle und reiche Geschichte Syriens. Nach Angaben der Behörden sollen die einzelnen Artefakte nach dem Ende der Ausstellung in die Museen ihrer jeweiligen Herkunftsregionen wie Aleppo, Latakia und Daraa zurückgeführt werden.

Eine neue Ära im Schutz des kulturellen Erbes

Damaskus, eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt, macht mit dieser Ausstellung einen bedeutenden Schritt beim Wiederaufbau seiner kulturellen Identität [2]. In einer Region, die im Laufe der Geschichte als Kreuzungspunkt verschiedener Zivilisationen diente, steht das Sammeln und Bewahren antiker Artefakte seit jeher im Fokus des internationalen Interesses [3]. Nach der schweren Beschädigung und dem illegalen Schmuggel tausender Objekte während der Konflikte setzt dieses offizielle Rückgabeverfahren einen hoffnungsvollen Präzedenzfall für die Rückführung weiterer verlorener Schätze.

Quellen und weiterführende Literatur

Bild- & Nachrichtenquelle: Middle-east-online / middle-east-online.com